Der Tierschutzhund

Ein Hund aus dem Tierschutz ist nicht anders als andere Hunde, er hat nur mehr erlebt. Und oft wundere ich mich, wenn ein Hund stark vernachlässigt und sogar ängstlich ist, dass er trotzdem sehr schnell Vertrauen fasst und anhänglich wird.


Die Hunde von Happy Dog Ungarn kommen zum grössten Teil aus Tötungen, wo sie in Rudeln in einem kalten Zwinger leben müssen, bis sie entweder von Tierschutz-Organisationen rausgeholt werden oder dann da sterben.

Ihre Vorgeschichte ist nicht bekannt, entweder wurden sie von der Strasse aufgegriffen oder vom ehemaligen Besitzer direkt in der Tötung abgegeben. Einige Hunde kommen dann zu mir auf die Station, werden dem Tierarzt vorgestellt und machen Bekanntschaft mit dem Friseur. Und oft sind die Unterschiede „vorher und nachher“ ganz frappant. Innerhalb von Tagen blühen die Hunde auf, bekommen gutes Futter und haben in Hundegesellschaft ein warmes Bett. Endlich von der gehassten Kette befreit, können sie sich auf 5000 m2 austoben, spielen, streiten und sich wieder vertragen.

 

Oft werde ich gefragt, was sind für Rassen in diesem Hund? Meine Antwort ist dann: „ es können ganz viele Rassen sein, das ist ein Mischling“. Genaue Auskunft kann nur eine DNA-Analyse bringen.

 

Sicher muss ein Tierschutzhund sehr viel lernen, da er ja bisher keine Gelegenheit dazu bekam, weil er an einer Kette im Hinterhof leben musste. Aber jeder Hund kann bis ins hohe Alter alles lernen, da gibt es keine Begrenzung. Er möchte nur ein Zuhause, wo man ihm auch die nötige Zeit dazu gibt und ihn liebt.

 

In all den Jahren, wo Hunde aus Tötungen bei mir eingezogen sind, habe ich keinen einzigen hoffnungslosen Fall erlebt, im Gegenteil, ich habe mich immer gewundert, dass so tolle Hunde in Tötungen landen.